Pflege & Kosten KSP Mobil

1) Sachleistungen

Sachleistungen sind Pflege- und Hauswirtschaftliche Dienstleistungen, die durch Mitarbeiter unseres ambulanten Pflegedienstes (KSP Mobil) erbracht werden. Es kommen Pflege- und Hauswirtschaftliche Mitarbeiter zum Einsatz. Der Pflegebedürftige erhält also kein bares Geld, sondern den Gegenwert in Form der Pflegeleistungen.

Wichtig: Der gewählte Pflegedienst muss einen Versorgungsvertrag mit den Pflege- und Krankenkassen abgeschlossen haben.
KSP kann direkt mit allen Pflege- und Krankenkassen abrechnen.

Wird die Sachleistung nicht voll ausgeschöpft, gibt es ein anteiliges Pflegegeld.




2) Pflegegeld

Lässt sich der Pflegebedürftige durch private Pflegepersonen - also durch die Familie, Nachbarn oder Freunde - betreuen, unterstützt die Pflegekasse diese Hilfe durch ein monatliches Pflegegeld. So erhalten Helfer für ihren Einsatz und ihre Bemühungen eine entsprechende finanzielle Anerkennung. Eine Härtefallregelung gibt es beim Pflegegeld nicht.

3) Kombinationsleistung

Unter Kombinationsleistung versteht man die Verknüpfung von Sachleistung und Pflegegeld. Wird die Sachleistung nicht voll ausgeschöpft, erhält der Pflegebedürftige ein anteiliges "Restpflegegeld".

4) Pflegeeinsatz bei Pflegegeldempfängern durch eine Vertrags-Pflegeeinrichtung

Um die Qualität der häuslichen Pflege sicherzustellen, muss bei Pflegegeldbeziehern in regelmäßigen Abständen eine Vertrags-Pflegeeinrichtung vorbeischauen. Die Kosten für den Beratungseinsatz übernimmt Ihre Pflegekasse. Pflegegrade 1-3 halbjährlich, Pflegegrade 4-5 vierteljährlich.

Es ist auch möglich, Pflegegeld und Sachleistung zu kombinieren. 

In diesem Fall entfällt der Pflegeeinsatz.

Pflegegrad I:
Pflegegrad II:
Pflegegrad III:
Sachleistungen 1)
bis zu 689 € monatlich bis zu 1.298 € monatlich
Pflegegeld 2)
bis zu 316 € monatlich bis zu 545 € monatlich
Kosten für den Beratungseinsatz
(übernimmt Ihre Pflegekasse) 4)
23 €
(Einsatz einmal je Halbjahr - auf Wunsch)
23 €
(Einsatz einmal je Halbjahr)
23 € (Einsatz einmal je Halbjahr)

 


Pflegegrad IV:
Pflegegrad V:
Sachleistungen 1) bis zu 1.612 € monatlich
bis zu 1.995 € monatlich
Pflegegeld 2) bis zu 728 € monatlich
bis zu 901 € monatlich
Kosten für den
Beratungseinsatz
(übernimmt Ihre
Pflegekasse) 4)
33 €
(Einsatz einmal je Vierteljahr)
33 €
(Einsatz einmal je Vierteljahr)

 

 

 

 


5) Zusätzliche Betreuungsleistungen
(sog. niederschwellige Betreuungsangebote)

Zusätzliche finanzielle Hilfen für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen in Höhe von 125 € im Monat können Pflegebedürftige mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen in Anspruch nehmen, wenn sie mindestens die Voraussetzungen für den Pflegegrad 1 erfüllen und neben dem Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung einen erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung dauerhaft – mindestens sechs Monate – haben.
Für die Bewertung, ob die Einschränkung der Alltagskompetenz auf Dauer erheblich ist, sind folgende Schädigungen und Fähigkeitsstörungen maßgebend:

  • unkontrolliertes Verlassen des Wohnbereiches (Weglauftendenz)
  • Verkennen oder Verursachen gefährdender Situationen
  • unsachgemäßer Umgang mit gefährlichen Gegenständen oder potenziell gefährdenden Substanzen
  • tätlich oder verbal aggressives Verhalten in Verkennung der Situation
  • im situativen Kontext inadäquates Verhalten
  • Unfähigkeit, die eigenen körperlichen und seelischen Gefühle oder Bedürfnisse wahrzunehmen
  • Unfähigkeit zu einer erforderlichen Kooperation bei therapeutischen oder schützenden Maßnahmen als Folge einer therapieresistenten Depression oder Angststörung
  • Störungen der höheren Hirnfunktionen (Beeinträchtigungen des Gedächtnisses, herabgesetztes Urteilsvermögen), die zu Problemen bei der Bewältigung von sozialen Alltagsleistungen geführt haben
  • Störung des Tag-/Nacht-Rhythmus
  • Unfähigkeit, eigenständig den Tagesablauf zu planen und zu strukturieren
  • Verkennen von Alltagssituationen und inadäquates Reagieren in Alltagssituationen
  • ausgeprägtes labiles oder unkontrolliert emotionales Verhalten;
  • zeitlich überwiegend Niedergeschlagenheit, Verzagtheit, Hilflosigkeit oder Hoffnungslosigkeit aufgrund einer therapieresistenten Depression


Stellt der Gutachter bei dem Pflegebedürftigen wenigstens in zwei Bereichen, davon mindestens einmal aus einem der Bereiche 1. bis 9., dauerhafte und regelmäßige Schädigungen oder Fähigkeitsstörungen fest, ist die Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt.

6) Verhinderungspflege

Erkrankt die Pflegeperson oder fährt in den wohlverdienten Urlaub, kann der Pflegebedürftige bis zu vier Wochen im Jahr eine sogenannte Ersatzpflege beantragen. Voraussetzung: Der häusliche Pfleger betreut den Bedürftigen seit mindestens 6 Monaten.

Sie wird für maximal vier Wochen je Kalenderjahr und bis zu einem Höchstbetrag von 1.612 € gewährt.

Ist die Ersatz-Pflegeperson verwandt, verschwägert oder wohnt mit dem Pflegebedürftigen in einer häuslichen Gemeinschaft, entspricht die Entlohnung für die vorübergehende Pflege dem Pflegegeld des jeweiligen Pflegegrades.

7) Kurzzeitpflege

Erkrankt die Pflegeperson oder fährt in den wohlverdienten Urlaub, kann der Pflegebedürftige bis zu vier Wochen im Jahr eine sogenannte Kurzzeitpflege in Anspruch nehmen. Diese Pflege erfolgt im vollstationären Bereich, in unserem KSP Domizil.

Sie wird für maximal vier Wochen je Kalenderjahr und bis zu einem Höchstbetrag von 1.612 € gewährt.

8) Verbesserung des Wohnumfeldes

Umbaumaßnahmen in der Wohnung des Pflegebedürftigen, die die Pflege erleichtern oder dem Betroffenen ein selbständigeres Leben ermöglichen, fördert die Pflegekasse mit bis zu 4.000 €.

Der Pflegebedürftige muss sich mit einem Eigenanteil von 10 Prozent an den Umbaumaßnahmen beteiligen. Dieser Betrag darf aber die Hälfte der monatlichen Bruttoeinnahmen des Pflegebedürftigen nicht überschreiten.

Preisliste KSP Mobil - Stand 01.02.2017