Sozialministerin Katrin Altpeter besucht KSP

Politikern wird ja immer wieder nachgesagt, dass sie den Kontakt zu den „normalen“ Menschen verlieren. Manchmal heißt es gar, dass sie im eigenen Ressort keine Experten seien. Beides kann man Katrin Altpeter (SPD) nicht vorwerfen. Im Gegenteil. Baden-Württembergs Arbeits- und Sozialministerin ist nicht nur gelernte Altenpflegerin, sondern auch Lehrerin für Pflegeberufe. Sie kennt Umstände und Abläufe in Pflegeheimen ebenso gut wie Regierungs- und Gesetzgebungsprozesse.

Kürzlich stattete die Ministerin der Kranken- und Seniorenpflege (KSP) einen Besuch ab. Bei der Besichtigung der KSP-Räume mit Inhaber Martin Kleinschmidt waren also Pflege-Experten unter sich. „Es hat uns sehr gefreut, die Ministerin bei uns empfangen zu dürfen“, sagt Kleinschmidt, „und es hat Spaß gemacht, mit ihr zu fachsimpeln.“

Das Hauptaugenmerk bei der Stippvisite der Ministerin lag auf der Tagespflege. Altpeter lobte die freundliche und helle Atmosphäre in den Räumen des Schorndorfer Gesundheitszentrums. „Gerade der Ausbau wohnortnaher Pflegeangebote ist angesichts der absehbaren demografischen Entwicklung eine wichtige Säule bei der Betreuung Pflegebedürftiger“, sagte sie. Und das liegt nicht nur im Interesse der Pflegebedürftigen selbst. Die Tagespflege leiste auch einen sehr wichtigen Beitrag zur Entlastung pflegender Angehöriger, so die Sozialministerin weiter.

Selbstverständlich war die Ministerin Katrin Altpeter aber nicht nur zum Fachsimpeln gekommen. Sie widmete sich auch den Gästen in der Tagespflege. Spätestens als sie jeden einzelnen persönlich begrüßte, merkte man ihr die Nähe zur Altenpflege deutlich an.

Nicht weniger kompetent zeigte sie sich auch bei ihrem Abstecher ins Domizil der Kranken- und Seniorenpflege. Bei dieser Gelegenheit unterstrich sie auch noch einmal die Wichtigkeit der Pflege: „Das Thema gewinnt eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung. In Baden-Württemberg zählen bereits 2,6 Millionen Einwohner zur "Generation 60 plus‘“, erklärte sie. Deshalb seien heutzutage auch so gut wie alle Menschen auf die eine oder andere Art von der Pflegeproblematik tangiert.

Das kann auch Martin Kleinschmidt aus seiner täglichen Erfahrung bestätigen. Die beiden Pflege-Experten waren sich zudem darin einig, dass angesichts der Herausforderungen in der Pflege der Personalentwicklung höchste Priorität einzuräumen sei. Eine Devise, die bei KSP großgeschrieben wird. «


Zur Person

Katrin Altpeter (Jahrgang 1964), gehört seit 2001 als Waiblinger Abgeordnete dem baden-württembergischen Landtag an. Nach ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin schloss sie die Weiterbildung zur Lehrerin für Pflegeberufe ab. Altpeter ist die erste ausgebildete Pflegekraft in Deutschland, die als Sozialministerin wirkt.