Das Thema Pflege rückt in den Mittelpunkt der Politik

Seit wenigen Wochen regiert eine Große Koalition unter CDU/CSU und SPD in Deutschland. Eine neue Regierung bedeutet auch immer neue Vorhaben. Die haben natürlich auch Auswirkungen auf den Gesundheitsbereich und die Pflege. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Punkte aus dem Koalitionsvertrag vor:

Die Pflegebedürftigkeit soll besser anerkannt werden, um die Situation der Pflegebedürftigen, von Angehörigen und Menschen, die in der Pflege arbeiten, zu verbessern.

Die Pflegebedürftigkeit soll neu definiert werden. Insbesondere Menschen mit Demenzerkrankungen sollen bessere Leistungen erhalten.

Für die zehntägige Auszeit für Angehörige sollen Lohnersatzleistungen analog dem Kinderkrankengeld gezahlt werden.

Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten sollen Personalmindeststandards im Pflegebereich die Pflegeberufe aufwerten.

Die Pflegeausbildung soll reformiert werden durch ein einheitliches Berufsbild mit einer gemeinsamen Grundausbildung.

Die Rolle der Kommunen bei der Pflege soll durch die Steuerungs- und Planungskompetenz gestärkt und ausgebaut werden.

Für die Finanzierung zusätzlicher Leistungen wird der Beitragssatz zur Pflegeversicherung zum 1. Januar 2015 um 0,3 Prozentpunkte erhöht.

Die Gesundheits- und Pflegesysteme müssen alle Versicherten gleichermaßen überall und jederzeit eine gute Versorgung auf hohem Niveau sichern. Dazu sollen die Leistungen der Pflegeversicherung ausgeweitet werden.

KSP-Inhaber Martin Kleinschmidt wertet die Vorgaben der neuen Regierung positiv: "Da sind einige gute Ansätze dabei. Aber die gab es auch schon früher. Ich bin gespannt, was diesmal umgesetzt wird. Und selbst wenn es dann angepackt wird, dauert es eine ganze Weile, bis aus einem Plan ein Gesetz wird. Aber wichtig ist schon einmal, dass das Thema Pflege überhaupt in den Blickpunkt rückt."
Der erste Schritt ist getan - weitere müssen folgen.