Mensch und Tier: Eine ganz besondere Beziehung

Wie heißt es so schön? Tiere sind die besten Freunde. Vor allem für ältere Menschen können sie eine ganz besondere Rolle einnehmen. Darauf wird natürlich auch bei KSP Rücksicht genommen.

Es ist ja kein Geheimnis: Tiere können dem Alltag Struktur geben. Vor allem im Alter können sie sehr wichtig sein. Jana Kurrer aus Mölln weiß das besser als viele andere. Sie ist gelernte Altenpflegerin und inzwischen Therapiebegleithunde-Führerin. Schon während ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin hatte sie festgestellt, welch positiven Einfluss Tiere auf ihre Umgebung haben können. Vor allem ältere Menschen würden häufig eine ganz besondere Beziehung zu Tieren pflegen. „Das hängt damit zusammen, dass Tiere nicht bewerten“, sagt sie, „ein Hund schaut sich nicht den Menschen an und denkt: ‚Bei Dir sind aber die dritten Zähne locker.‘ Oder: ‚Du hast ja gar keine Haare mehr auf dem Kopf.‘ Tiere legen keinen Wert auf Äußerlichkeiten. Sie geben den Menschen das Gefühl, wichtig zu sein – und gebraucht zu werden.“

Bei KSP hat man diese Erfahrung schon länger gemacht. Deswegen gibt es im Domizil beispielsweise ein großes Aquarium mit Fischen – und einen Käfig mit Wellensittichen. „Unsere Bewohner mögen es sehr, die Tiere zu beobachten“, sagt Sonja Stumpf, stellvertretende Leitung im Domizil. Aber es wird nicht nur beobachtet, sondern auch bei der Versorgung tatkräftig geholfen. Die Vögel und die Fische sind die Haustiere der Bewohner, sie fühlen sich dafür verantwortlich. Außerdem kommen noch regelmäßig KSP-Mitarbeiter mit ihrem Hund vorbei. „Da merkt man immer richtig, wie sehr sich alle auf den Besuch freuen“, sagt Sonja Stumpf, die beobachtet hat: „Alle wollen den Hund immer sofort streicheln.“ Der Effekt darauf sei ebenso erstaunlich wie positiv: „Bewohner, die sehr passiv sind, beginnen auf einmal wieder richtig aufzuleben.“

Jana Kurrer überrascht das nicht. Das ist ja eine Erfahrung, die sie in ihrem Beruf selbst regelmäßig macht. Deshalb rät sie älteren Menschen bei der Wahl eines Haustieres allgemein meistens zu einem Hund. Durch ihn entstehe mehr Kommunikation, gerade ältere Menschen hätten so wieder das Gefühl, einen Lebenspartner zu haben. Eine Alternative für alle, die nicht mehr gut genug zu Fuß seien, um regelmäßig Gassi gehen zu können, sei eine Katze. Doch bei allen positiven Effekten dürfe man einen ganz wichtigen Punkt nicht vergessen: „Ein Haustier ergibt nur dann Sinn, wenn man sich auch noch darum kümmern kann.“ Eine Meinung, die Sonja Stumpf vollumfänglich teilt. Deswegen müsse man sich die Thematik bei einem Einzug ins Domizil ganz genau ansehen. „Hunde brauchen ja beispielsweise ihren Auslauf“, sagt sie, „dann kommt noch hinzu, dass der eine oder andere Bewohner eine Katzenhaarallergie hat.“