Kurzzeitpflege: Zahlen und Fakten

  • Jeder versicherte Pflegebedürftige hat Anspruch auf eine vorübergehende Pflege und Betreuung in einer vollstationären Einrichtung für bis zu 28 Tage pro Kalenderjahr.
  • Die Höhe der von den Krankenkassen gezahlten Leistungen beträgt dabei unabhängig von der Pflegestufe maximal 1550 Euro pro Jahr. Während der Inanspruchnahme der Kurzzeitpflege wird zudem das bisher bezogene Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt.
  • Dabei werden alle pflegebedingten Kosten übernommen, jedoch nicht die sogenannten "Hotelkosten" für Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten (eine Art Nutzungsgebühr für Instandhaltung, Gebäude und Inventar).
  • In Pflegestufe 1 sind damit die Pflegekosten für 28 Tage vollstationären Aufenthalt gedeckt, in Stufe 2 für 23 Tage und in Stufe 3 für 18 Tage.
  • Die Kurzzeitpflege soll pflegenden Angehörigen eine zeitlich begrenzte Entlastung bieten, z. B. einen Urlaub ermöglichen, oder eine eigene Erkrankung überbrücken helfen. Ein weiterer möglicher Grund ist eine kurrzeitig erhöhte Pflegebedürftigkeit, häufig übergangsweise im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt.