"Füreinander ist gerade im Alltag wichtig"

Franz Engelhardt, Emil Elbert und Herbert Wiedenhöfer haben sich im KSP-Domizil kennengelernt – und als Freunde zueinandergefunden.

Herr Wiedenhöfer, Sie waren früher Schiedsrichter. Müssen Sie heute auch ab und zu zwischen Ihren Freunden Franz Engelhardt und Emil Elbert einen Streit schlichten?
Wiedenhöfer: Nein. Die beiden streiten sich so gut wie nie. Es gibt höchstens mal ein bisschen Stress. Aber wenn Männer miteinander Stress haben, haben sie, anders als Frauen, noch lange kein Problem miteinander (lacht).
Engelhardt: Es ist eher so, dass Herr Elbert und ich den Herrn Wiedenhöfer ein bisschen ärgern.

Aha. Wie denn?
Elbert: Wir beide sind Bayern-Fans. Herr Wiedenhöfer hält es eher mit den Stuttgartern. Da muss er sich nach einer Niederlage schon mal den einen oder anderen blöden Spruch anhören.

Als VfB-Fan hat man es ja in letzter Zeit alles andere als leicht …
Wiedenhöfer: Da haben Sie leider Recht. Wenn das so weitergeht mit dem VfB, dann brauch ich bald die doppelte Medikamenten-Dosis.

Der Fußball scheint Ihnen dreien als Hobby gemein zu sein. Worüber unterhalten Sie sich noch gerne?
Engelhardt: Über unsere Kinder und Enkelkinder. Die sind uns allen sehr wichtig.
Elbert: Ein bisschen tratschen tun wir auch. Wir können nicht aneinander vorbeilaufen, ohne Neuigkeiten auszutauschen – und wir laufen uns oft über den Weg.
Engelhardt: Natürlich erzählen wir auch von früher. Zum Beispiel von Frauengeschichten – und da gibt es viel zu erzählen (schmunzelt).

Sie scheinen eine Menge Freude miteinander zu haben.
Elbert: Auf jeden Fall! Das ist das Schöne hier: Jeder darf auch mal ein Späßle machen, ohne dass der andere gleich beleidigt ist.
Wiedenhöfer: Ich sehe es auch einbisschen als unsere Aufgabe, das Klima im Haus zu wahren. Früher in der eigenen Familie, heute in der KSP-Familie. Das mache ich oft durch einen Witz – und dann lachen alle und sind fröhlich.

Was macht Freundschaft außerdem für Sie aus?
Wiedenhöfer: Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Engelhardt: Füreinander da sein. Das Leben teilen. Für mich gilt der Grundsatz: „Helfe jedem, der deiner Hilfe bedürftig ist.“ Das ist gerade im Alter wichtig, weil wir immer mehr auf Hilfe angewiesen sind. Deshalb freue ich mich, Menschen wie Herr Elbert und Herr Wiedenhöfer um mich zu haben, die es gut mit mir meinen.
Elbert: Ich bin als Letzter von uns dreien vor einem Jahr ins KSP-Domizil dazu gekommen. Die beiden Herren haben mir geholfen, anzukommen und mich hier wie zu Hause zu fühlen. Das macht Freundschaft aus.