Eine Kooperation, viele Gewinner

"Schüleraustausch" zwischen KSP und Rems-Murr-Hospiz Backnang

Alles begann mit einem Telefongespräch. Ein Anruf im Domizil, bei Birgit Arensmeyer. Am anderen Ende der Leitung war das Rems-Murr-Hospiz in Backnang. Ob sich die Pflegedienstleitung vorstellen könne, die Auszubildenden aus dem Hospiz bei KSP hospitieren zu lassen. Arensmeyers erster Impuls: Sie sagte ab, wollte die Bewohner im Domizil schützen, keinen zusätzlichen Umlauf unbekannter Menschen hervorrufen. Irgendwie kam sie dann aber doch noch mal ins Grübeln. "Nachts schläft man ja nicht immer", sagt Arensmeyer. Statt zu träumen, hatte sie eine Idee: Wie wäre es denn mit einem Austausch? Wenn nicht nur die ehrenamtlich Tätigen sowie Mitarbeiter des Hospiz´das KSP, sondern auch die KSP-Schüler das Hospiz kennenlernen könnten? Gedacht, getan. Nach ein paar weiteren Gesprächen mit dem Hospiz und KSP-Inhaber Martin Kleinschmidt war die Kooperation perfekt - und ist mittlerweile bereits angelaufen. Im August kamm der erste "Besuch" aus dem Hospiz. Fünf bis zehn Schüler sollen es pro Jahr werden. Sie machen im stationären Bereich je eine Früh-, Spät- und Nachtschicht mit und verbringen zusätzlich auch ein oder zwei Tage im mobilen Bereich. Die KSP-Schüler dürfen in Backnang sogar gleich zwei Wochen Schnupperkurs machen. Nicole Praher war im September die Erste. "Künftig gehört das für alle unsere Schüler in ihrem dritten Ausbildungsjahr zum Programm. Das ist eine prima Ergänzung des theoretischen Seminars zu diesem Thema", erklärt Arensmeyer. Und eine gute Gelegenheit, mal über den Tellerrand hinauszublicken.