"Rollentausch: Der Chef als Praktikant"


Ungewohnter Anblick auf den Fluren des KSP-Domizils. Der „neue“ Pfleger kam den Mitarbeitern und Bewohnern irgendwie sehr vertraut vor. Aber dieser blaue Kittel? Was sollte das denn?

Die Lösung: Es war eine Mischung aus Rollentausch und zurück zu den Wurzeln – für Martin Kleinschmidt. „Ich habe bei uns nie im operativen Bereich gearbeitet“, sagt der Inhaber von KSP. Da er aber stets bemüht ist, die Bedingungen für Bewohner und Mitarbeiter weiter zu verbessern, entschied sich der gelernte Krankenpfleger dafür, seinen Betrieb einmal als Praktikant zu erleben. „Ich fand es wichtig, die Perspektive zu wechseln, um neue Einblicke zu erhalten“,  erzählt er. Und ganz nebenbei hat er auf den Fluren des Domizils für jede Menge Gesprächsstoff gesorgt.„Manch ein Bewohner war sogar ein wenig aufgeregt, als der Chef persönlich vorbeischaute. Aber genossen haben sie es alle“, berichtet Birgit Arensmeyer, die stellvertretende Pflegedienstleitung.

Gar keine Berührungsängste gab es aufseiten der Angestellten. „Sobald ich den blauen Kittel anhatte, war ich einer von ihnen“, erzählt Kleinschmidt.  Keiner habe da mehr den Chef in ihm gesehen. Am allerwenigsten die neue Vorgesetzte: „Beim Bettenmachen hatte er ein paar kleinere Probleme. Das mussten wir ihn dreimal machen lassen“, sagt Birgit Arensmeyer. Und wer dabei in ihr fröhliches Gesicht blickt, ahnt, dass sie es ebenso genossen hat, den Chef einmal als Praktikanten zu erleben, wie die Domizil-Bewohner. «