Aktivierung - was ist das und wofür ist sie gut?

Jeder Mensch hat das Bedürfnis, passiv zu sein. Zu schlafen. Zu ruhen. Zu entspannen. Jeder Mensch hat aber auch das Bedürfnis, aktiv zu sein. Sich zu bewegen. Zu tanzen. Zu singen. Zu reden. Es gilt, diesen beiden Bedürfnissen gerecht zu werden. Für jeden Menschen – auch im Alter. Denn ohne feste Aufgaben, Termine und Pflichten kann der Tag eines älteren Menschen sehr lang sein.

Das Ziel der Aktivierung bei KSP besteht in der Erhaltung und Förderung der geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten der Patienten und Bewoh­ner. Es geht nicht nur um die Verbesse­rung von Befunden, sondern vor allem um die Verbesserung des Befindens.

Im Domizil sind die Angebote zahlreich und vielfältig: gemeinsames Kochen, Bastel- und Heimwerkerrunden, Gehirn-und Gedächtnistraining, Spiele (Wii,Bingo, Mensch ärgere Dich nicht ...), Gymnastik, Singen und Tanzen, Ausflüge und vieles mehr. Ein Wochenplan hängt aus und wird verteilt, er gibt den Bewohnern so jederzeit einen Überblick. Im mobilen Bereich ist das Angebot zwar oft auf den Einzelnen beschränkt, aber dadurch nicht weniger attraktiv. Hier reicht die Aktivierung von gemeinsamen Ausflügen über Singen bis hin zu Massagen – und allen Dingen,die in und außerhalb der eige­nen vier Wände erlebt werden können.

Bei KSP vollzieht sich die Aktivierung aber nicht nur in den dafür festgelegten Zeiten und Angeboten. Sie läuft vielmehr immer, auch neben den pflegerischen Leistungen, und wird von allen gelebt und angenommen. Sei es durch Zeitung­ lesen oder durch Biografie-Gespräche. Kein Wunder, dass auch in der Ausbildung zum Altenpfleger die Aktivierung einen hohen Stellenwert genießt.

Aktiv- und Passivsein – beides sind Bedürfnisse des Menschen. Für jeden Menschen nach seinem individuellen Maß. Dies gilt es zu beachten. Deswegen werden bei KSP alle Patienten und Bewohner zur Aktivierung ermuntert und gefördert, aber niemand gezwungen.